Stern- und Dreieckschaltung
Hallo!
Ich hoffe, ihr habt das heiße Wetter der letzten Tage genossen und musstet nicht wie ich für Prüfungen lernen.
Heute kommt wie versprochen der nächste Artikel unserer Abhandlung über den Drehstrom. Diesmal geht es um die Stern- und die Dreiecksschaltung, dies wird auch erstmal der letzte Artikel sein, der sich lediglich mit der Theorie des Drehstromes beschäftigt. Wir werden aber wahrscheinlich bei der Behandlung des Drehstrommotors nochmal einen Artikel über die Stern-Dreiecks-Schaltung einschieben, aber dazu bei passender Gelegenheit mehr.
Zunächst beschäftigen wir uns mit den beiden unterschiedlichen Möglichkeiten, Verbraucher an ein dreiphasiges Drehstromnetz anzuschließen.
Fangen wir mit der Dreiecksschaltung an. Bei dieser wird jeweils das Ende eines Drehstromleiters mit dem Anfang des nächsten Leiters verbunden, sodass die Verbraucher in einem Dreieck angeordnet sind. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass im Gegensatz zur Sternschaltung kein Neutralleiter benötigt wird. Bedingung dafür ist jedoch, dass die Belastung an jedem Strang des Drehstromes gleich groß ist, da die sonst auftretende Verlustleistung die Verbraucher thermisch zu sehr belasten würde. Ein Bild der Dreiecksschaltung seht ihr oben, es ist das oberste der beiden Bilder. Die Dreiecksschaltung wird vor allem zum Versorgen von leistungsstarken Drehstrommotoren und zum Transport von Energie über weite Distanzen verwendet.
Die andere Möglichkeit, einen Verbraucher an ein Drehstromnetz anzuschließen, ist die sogenannte Sternschaltung. Bei dieser werden die drei Stränge des Drehstromes an einem gemeinsamen Punkt zusammengeschaltet, diesen Punkt bezeichnet man folglich auch als Sternpunkt. Von diesem Punkt aus geht ein vierter Leiter zurück an den Energieversorger, der sogenannte "Neutralleiter". Die Schaltung wird vor allem im Heimbereich eingesetzt, da man an ihr zwei verschiedene Spannungen abgreifen kann: Zwischen einem Strang des Drehstromes und dem Neutralleiter liegt die in europäischen Haushalten übliche Spannung von 230 Volt, zwischen zwei Strängen des Drehstromes jedoch eine Spannung von 400 Volt, welche umgangssprachlich auch als "Starkstrom" bezeichnet wird. Ein grundsätzliches Bild der Sternschaltung seht ihr oben, das untere der beiden Bilder.
So, das war es mal wieder für heute. Am 22. Juli kommt dann wie immer ein neuer Comic-Strip und am 1. August ein neuer Artikel, das Thema des Artikels muss ich jedoch noch entscheiden, deswegen lasst euch einfach überraschen.
Bis dahin alles Gute!
Philipp
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