Die Anwendung von Elektromotoren im KFZ Teil II

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Hallo!

 

Heute erscheint der zweite Artikel unserer Serie "Anwendungsfälle von Elektromotoren". Diesmal geht es erneut um die Anwendung von Elektromotoren im KFZ, jedoch werden wir im heutigen Artikel die Anwendung des Elektromotors als Antrieb besprechen.

Grundsätzlich haben sich für den Antrieb eines Fahrzeuges zwei verschiedene Konzepte durchgesetzt: Zum einen kann man ein Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor antreiben, der in den meisten Fällen entweder Benzin oder Diesel verbrennt und zum anderen kann man es mit einem Elektromotor antreiben. In der Anfangszeit des Automobils war interessanterweise der Elektromotor die häufigste Antriebsart, dies änderte sich erst mit dem Aufbau eines flächendeckenden Tankstellennetzes für Benzin. Seit Anfang der 20er-Jahre in etwa haben die Verbrennungsmotoren zunehmend die Elektromotoren verdrängt. Momentan ist trotz der entstandenen Diskussion über Elektromobilität der Anteil an Elektrofahrzeugen im Strassenverkehr verschwindend gering, in ganz Deutschland sind es lediglich einige Tausend Fahrzeuge.

Technisch gesehen wurden in der Anfangszeit des Elektromobils ausschließlich Gleichstrommotoren eingesetzt, welche keinen großen Wirkungsgrad aufwiesen. Drehstrommotoren konnten damals aufgrund der fehlenden Leistungselektronik noch nicht gesteuert werden. Gespeist wurden die Gleichstrommotoren damals mit Hilfe von schweren und ineffizienten Blei-Gel Akkumulatoren. Später stagnierte dann die technische Entwicklung von Elektrofahrzeugen und wurde vor allem durch private Tüftler aufrechterhalten. Erst Anfang der 70er-Jahre, genauergesagt mit Eintritt der Ölkrise, wurde das Thema Elektroauto auch von den großen Herstellern wieder ernst genommen und die Entwicklungsarbeit in diesem Bereich auch wieder aufgenommen. Der heutige Stand der Technik sind asynchrone Drehstrommotoren, welche entweder mit NiMH-Akkumulatoren oder ganz aktuell mit LiIo-Akkumulatoren betrieben werden. Dadurch werden sehr hohe Wirkungsgrade erzielt. Die massenhafte Verbreitung von Elektrofahrzeugen wird vor allem durch zwei Faktoren momentan noch stark behindert: Zum einen den recht hohen Kaufpreis der Fahrzeuge, welcher vor allem durch die teuren Akkumulatoren und die teuren Batterien begründet ist und zum anderen durch die geringe Reichweite der Fahrzeuge, welche aufgrund des schlecht ausgebauten Netzes an Tankstellen für Elektrofahrzeuge besonders negativ ist.

Eine Übergangslösung auf dem Weg zum reinen Elektroauto stellt das Hybrid-Auto dar. Im nächsten Teil dieser Serie wollen wir uns das Hybrid-Auto genauer anschauen. Außerdem wird sich in nächster Zeit noch ein Autor einer Fachstudie über Elektromobilität auf diesem Blog mit einem Gastbeitrag melden, regelmäßiges Reinschauen lohnt also!

 

Am 22. September erscheint der nächste Comic-Strip, am 1. Oktober der nächste Artikel unserer Serie "Grundlagen der Technik" und am 1. November schließlich der nächste Artikel unserer Serie "Anwendungsfälle von Elektromotoren".

 

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende und bis zum 22. September alles Gute!

 

Philipp

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